Twitter und Facebook, besonders Facebook, explodieren zurzeit in ihren Userzahlen und synchron als Thema im Marketing. Auch immer mehr B2B-Unternehmen richten Facebook- und Twitter-Auftritte ein. Auf amerikanischen Marketing-Websites wie MarketingProfs ist B2B für Social Media das große Thema.
Noch viel mehr B2B-Unternehmen haben Facebook oder Twitter jedoch bisher als private Schwatzbuden betrachtet und deshalb bislang noch keine Social-Media-Strategie entwickelt. Für sie stellt sich jetzt die Frage, wie sie schnell reagieren können, um sich auf den wichtigen Social-Media-Plattformen Terrain zu sichern – schon allein, um sich für Facebook-Seiten und Twitter-Accounts Namen zu sichern, die nahe an den Unternehmens- und/oder Produktnamen liegen. Hier fünf Schritte zur schnellen Facebook-Präsenz und fünf weitere, weniger schnelle zur Facebook-Strategie.
Die 10 Schritte zur schnellen Facebook-Präsenz
1. Falls noch nicht geschehen: persönlichen Facebook-Account anlegen
2. Unternehmensseite anlegen und, wenn möglich, mit Firmennamen benennen. Wenn nicht mehr möglich, Firmennamen-nahen Namen suchen
3. Schnell mindestens 25 Fans sammeln, um sprechende URL zu erhalten (http://www.facebook.com/firmenname)
4. Profil mit Unternehmensportrait anlegen
5. Logo als Profilbild hochladen
Das Terrain ist gesichert, die Präsenz aber noch inaktiv. Die nächsten Schritte:
6. Grundkonzeption: Was soll mit der Facebook-Seite erreicht werden? Wie integriert sie sich in die bisherige Marketingkommunikation mit Web, Blogs, Broschüren etc.? Welche Zielgruppen sollen angesprochen werden? Kunden, potenzielle Mitarbeiter? Geht es um Information, Image, Reputation und Angebote?
Bei Portfoliounternehmen: Eigene Facebook-Seiten für Geschäftsbereiche oder Abbildung innerhalb einer Facebook-Site?
7. Aufbau der Facebook-Seite konzipieren: Welche Tabs soll es geben? Wie werden die Tabs gestaltet?
8. Content-Strategie: Welche Inhalte werden in welcher Frequenz publiziert? Abgesehen von der kommunikativen Bedeutung: Inhalte sind der Hauptattraktor für Fans.
9. Fan-Akquisitionsstrategie: Wie sollen neue Fans akquiriert werden? „Gefällt-mir-Buttons“ auf Website und Beiträge außerhalb von Facebook, Aktionen, attraktive Wissensangebote.
10. Kontinuierliche Umsetzung planen – Social-Media-Arbeit ist Marathon, kein Sprint; Möglichkeiten von Facebook nutzen, verschiedene Seitenadministratoren bestimmen, Social-Media-Software nutzen: Hootsuite, Tweetdeck etc. (besonders wenn verschiedene Facebook- und/oder Twitter-Accounts gemanagt werden müssen).
Twitter
Weniger ein Dialog- als ein Nachrichtenmedium. Falls bereits regelmäßig Nachrichten im Unternehmen produziert werden, „einfacher“ zu nutzen als komplexes Facebook.
1. Twitter-Account mit möglichst passendem Namen sichern
2. Profilseite ausfüllen (nicht viel Platz)
3. Twitter-Seite gestalten
4. Firmenlogo oder andere Grafik als Posting-Thumbnail hochladen
Die Präsenz mit Namen ist gesichert, für den aktiven Schnelleinstieg die nächsten Schritte unternehmen:
5. Möglichst bereits vorhandene Inhalte für Tweets nutzen: Pressemeldungen, Mailings, Veranstaltungen etc.
6. Sich bei themenpassenden Tweets als Follower anmelden (hier gilt es abzuwägen: hat man selbst noch keine attraktiven Inhalte im Tweet, „refollowt“ der Twitter vielleicht nicht und ein potenzieller Follower ist verbrannt. Andrerseits braucht man „Stoff“ von Twitterern, den man retweeten kann, um sich an der Twitter-Kommunikation zu beteiligen).
Übergang zur strategischen Planung (analog wie bei Facebook):
7. Ziele für den Twitter-Auftritt entwickeln
8. Content-Strategie entwickeln
9. Follower-Akquisitionsstrategie entwickeln
10. Kontinuierliche Umsetzung planen