Ziel der Serie war und ist es, das Kunden- und Angebotsspektrum darzustellen.





Der von Publizistik Projekte für die Zukunftsinitiative Eifel entwickelte Website Technologieatlas Eifel ist Online gegangen. Neben den Informationen zur Technologie-Region Eifel präsentiert die Website eine umfassende Datenbank von Technologie-Unternehmen. Beim Online-Start standen bereits die 50 wichtigsten Hightech-Firmen in der Datenbank. Jetzt kann jedes Unternehmen sich selbst eintragen, sofern es in einem Hightech-Sektor aktiv ist.

Zurzeit entsteht als Ergänzung des Atlas eine Stellenbörse und die eine internationale "Schwesterseite", die die gesamte belgisch-deutsch-niederländische Euregio abbildet.

Die lesbare Version erscheint beim Klick auf den Zeitungsausschnitt.
Jede Schreibschule rät: Lasst die Adjektive weg. Marketing-Autoren scheinen sich selten mit diesen Werken zu befassen: In ihren Texten wimmelt es von behauptenden Adjektiven, von innovativen, führenden, einzigartigen, revolutionären, hervorragenden etc. Produkten und Unternehmen. Sie gehören zu den Hauptverantwortlichen eines unlesbaren Marketing-Stils.
Im Content Marketing sind solche Adjektive noch weniger am Platz als sonst im Marketing. Sie disqualifizieren jeden Text als platte Werbung, selbst wenn sein sonstiger Inhalt auf einen Lesernutzen abzielt. Wer behauptende Adjektive zur Beschreibung seiner Produkte oder Dienstleistungen benötigt, hat ihren Wert für den Kunden entweder selbst noch nicht verstanden oder ist nicht fähig, ihn zu beschreiben. Wenn ein Produkt innovativ sein sollte, dann hat dies nicht ein Adjektiv zu behaupten, sondern der Autor muss sich die Mühe geben, es so eingängig zu beschreiben, dass es dem lesenden Kunden als innovativ erscheint. In der PR sind übrigens behauptende Adjektive klare „In-den-Papierkorb-Signale“ für Pressemeldungen oder Artikel.
Beitrag für INFORM zur Diskussion über Zeitfenstermanagement-Systemen in der Handelslogistik: Kritik an Zeitfensterplattformen im Handel – Automobilhersteller zeigen, wie es funktioniert: 50 % weniger Kosten, Win-Win-Situation für Spediteure
Einen neu Pressemeldung für MCA.
Publizistik-Projekte-Kunde Magic Software meldet einen Rekordergebnis. Um 60 Prozent ist der Umsatz 2011 gestiegen. Die Pressemeldung dazu gibt es hier:
Für ETHEN ROHRE hat Publizistik Projekte eine neue Eingangsseite für die Website entworfen:

Das Thema Content Marketing hat für Publizistik Projekte so an Wichtigkeit gewonnen, dass es jetzt dafür einen eigenen Blog gibt: Wissen, Infos und Nachrichten zum Content Marketing gibt es hier: http://www.content-marketing-blog.de.
Wer sich über Content Marketing informieren möchte, ist bislang auf US-amerikanische Literatur angewiesen. Hier ein Überblick zu den aktuellen Büchern:
Einführungen:
Anne Handly und C.C. Chapman: Content Rules – How to Create Killer Blogs, Podcasts, Videos, Ebooks, and Webinars (and More) that Engage Customers and Ignite your Business
Das kompletteste (und einflussreichste) Buch über Content Marketing. Erklärt das Prinzip, erläutert praktisch, wie man verschiedene Inhaltsformen produziert und schildert eine Reihe von Case Studies erfolgreicher Content Marketings.

Susan Gunelius: Content Marketing for Dummies.
Sehr komplette und konkrete Einführung für Anfänger mit insgesamt wenig Erfahrungen in Sachen Blogs, Social Media etc. Vor allem nützlich durch viele Links zu praktischen Werkzeugen. Wer sich schon eine Weile mit Marketing im Web beschäftigt hat und weiß, wie es grundsätzlich läuft, für den ist höchstens ein Viertel des Buches neu. Aber es bringt Begrifflichkeiten und Struktur in vorhandenes Wissen.

Content-Marketing-Start:
Rebecca Liebe: Content Marketing: Think Like a Publisher – How to Use Content to Market Online and in Social Media.
Der beste Praxis-Ratgeber für den Content-Marketing-Start (Ausnahme B2B-Content-Marketer, siehe unten). Fängt nicht bei Adam und Eva an, geht strukturiert alle Content-Marketing-Strategie- und Umsetzungs-Schritte durch, stellt die wichtigen Werkzeuge und Plattformen vor und bietet eine Menge nützlicher Links.

Robert Rose und Joe Pulizzi: Managing Content Marketing – The Real-World Guide for Creating Passionate Subscribers to Your Brand.
Eher etwas für die Strategen, die Vorstände und Geschäftsführer vom Content Marketing überzeugen müssen. Geht das Content Marketing aus Management-Perspektive an (Business Cases, Innovationsmanagement, Kennzahlen), widmet sich aber auch Kommunikationskonzepten wie Storytelling und hilft mit Umsetzungsschritten, eigene Content-Marketing-Initiativen zu starten. Eine Reihe hilfreicher Templates und Vorlagen für Content-Grids, Channel- und Redaktionspläne sowie Kennzahlensysteme.

Spezialtitel:
Ardath Albee: eMarketing Strategies for the Complex Sale – Differentiate Yourself with Attraction Marketing, Create Contagious Content, Drive Qualified Leads to Sales.
Es geht ausführlich um Content Marketing im B2B-Geschäft mit Investitionsgütern. Deckt alle Aspekte des Content Marketings praxisorientiert ab. Für B2B-Marketer die erste Wahl für den Content-Marketing-Einstieg.

Brian Halligan und Dharmesh Shah: Inbound Marketing – Get Found Using Google, Social Media, and Blog.
Für diejenigen, die Content Marketing in den Dienst der Lead-Generation stellen (kann man, muss man nicht). Geht die Kette von der Gewinnung des ersten Kontakts bis zu dessen Umwandlung in einen Kunden durch. Zeigt, mit welchen Inhalten und Werkzeugen Leads gewonnen und wie sie durch den Sales-Funnel gelenkt werden können. Schließt mit einem Abschnitt über Metriken, mit denen sich die Erfolge messen lassen.

Kunden und Google lieben Content in einem sich gegenseitig verstärkenden Beziehungszirkel:
Kunden suchen beratende, belehrende und informierende Inhalte. Sie suchen diese Inhalte mit Suchmaschinen, indem sie die entsprechenden Suchbegriffe eingeben.
Die Suchmaschinen sind immer feiner darauf ausgerichtet, diese Inhalte in höchster Qualität zu liefern. Dafür suchen und bewerten sie Websites, auf denen sie die Keywords innerhalb von Inhalten finden, denen ihre Algorithmen eine hohe Qualität zusprechen.
Weil Kunden Qualitätsinhalte lieben und suchen, lieben und suchen auch Suchmaschinen Qualitätsinhalte. Und wer Qualitätsinhalte bietet, macht zuerst die Suchmaschinen, dann deren Nutzer und letztlich sich selbst glücklich – als vom potenziellen Kunden geschätzter Ratgeber, Experte oder Entertainer.
Ein interessantes Interview zum Content Marketing hat Reinhard Janning, Deutschland-Chef von DemandGen dem Media-Treff gegeben. Schöne Einführung, warum Unternehmen Content Marketing betreiben sollten und wie sie es bei DemandGen umsetzen. DemandGen ist ein Anbieter von Lead-Management- und Marketing-Automationslösungen. (Video passt zwar nicht ganz in die Spalte, aber alles Wichtige kommt rüber).
Der „Daily SEO Blog“ von SEOmoz hat gestern die Ergebnisse einer nicht repräsentativen Umfrage zum Pricing von SEO-Agenturen veröffentlicht. Danach berechnen die Suchmaschinen-Optimierer in der (interessant zusammengestellten) Region Deutschland, Niederlande, Frankreich und Italien mehrheitlich zwischen 75 $ und 150 $ pro Stunde. Allerdings überwiegt bei den Teilnehmern der Umfragen eine projektbasierte Abrechnung. Das Projektvolumen liegt bei den Mehrheit zwischen 1500 $ und 7500 $.
Die Frage ist, ob diese Art von „reiner“ SEO-Arbeit noch zeitgemäß ist und ob nicht die gleichen oder bessere Resultate mit einem Content Marketing erzielt werden kann, das SEO-Aspekte im Auge hat - und das gleichzeitig Kontakte gewinnt und Kunden überzeugt . Damit käme man auch der Empfehlung von Google nach, sich mehr auf die Produktion von wertvollen Inhalten zu konzentrieren als auf die verzweifelte Suchmaschinenoptimierung von Websites.
Weitere interessante Details zur Umfrage von SEOmoz gibt diese Grafik von AYTM Market Research.

Heute ein längeres Zitat, das mit dem Irrglauben aufräumt, der Web- und Direktmarketing-Texte nachhaltig beeinflusst: dass der kürzere immer der bessere Text ist.
Andy Maslen, Direktmarketing-Veteran aus den USA, schreibt in „Texten – Werkzeugkasten für Texter“:
„Im Direktmarketing-Bereich, auf den ich seit zwanzig Jahren spezialisiert bin, haben Tests immer wieder gezeigt, dass lange Texte eine größere Werbewirkung haben als kurze. [...].
Auf lange Werbebriefe erfolgen mehr Bestellungen als auf eine Kurzversion. Und lange Werbeanzeigen lösen mehr Anfragen als kurze aus. [...].
Ich habe mit Klienten zusammengearbeitet, die Werbetexte rigoros getestet haben: zweiseitige Werbebriefe im Vergleich zu vierseitigen oder E-Mails mit 100 Wörtern im Vergleich zu solchen mit 2500 Wörtern. Und in fast allen Fällen waren die langen Texte wirkungsvoller. [...]
Die Frage, ob kurz oder lang, lässt sich vielleicht anhand folgender Überlegung klären: Wenn Sie die Möglichkeit hätten, Ihren Leser zu Hause oder in seinem Büro aufzusuchen, sollte er Ihnen für Ihre Präsentation fünf Minuten oder eine Stunde Zeit geben?“
Das alles gilt natürlich nur, wenn man auch etwas zu sagen hat. Ein langer Text mit aneinander gereihten Marketing-Begriffen; innovativ, führend, mit schnellem ROI, einzigartig (das durfte nur Steve Jobs unpeinlich sagen) etc, ist nur geschwätzig und nicht wirkungsvoll.
Gelesen hat diese Zeilen zum langen Text wohl auch das IBM-Marketing: Schauen Sie mal in die wichtigen Wirtschafts-, Nachrichten-, und IT-Magazine. Dort finden sich in fast jeder Ausgabe IBM-Anzeigen mit Texten, die die gesamte DIN-A4-Seite füllen. Die Whitepapers sind gerne mehrere Seiten lange Fachaufsätze (meist erkennbar aus dem Englischen übersetzt).

Inhalte kuratieren gehört zu den anerkannten Content-Marketing-Techniken: Man profiliert sich als Experte, indem man aus der Informationsfülle des Webs das Interessanteste, Wichtigste und Hilfreichste für seine Zielgruppe zusammenstellt – etwa in eigenen Blogs (die einst aus dieser Intention heraus als Web-Logbuch entstanden sind) oder über Twitter, Facebook, StumbleUpon und andere Social-Media-Plattformen.
Doch inzwischen wird das Kuratieren von vielen als Content-Marketing-Strategie light ohne eigene Inhaltsproduktion betrieben. Ist es doch viel einfacher, Inhalte zu kuratieren, statt sie kreativ zu schaffen.
Die Überzahl der Kuratoren lässt sich leicht nachprüfen: Setzen Sie einfach einen Twitter-Stream zu einem beliebigen Keyword auf und schauen Sie sich die Tweets an: Schätzungsweise 75 Prozent verweisen auf nicht vom Twitterer produzierte Inhalte.
Wenn beispielsweise eine der großen „Content-Marketing-Stimmen“, Content Management Institut, Hubspot oder Junta42, einen Tweet veröffentlicht, kommen in den nächsten Stunden fast nur Retweets im Stream zum Keyword Content Marketing.
Wer nur mit der Masse kuratiert und Content Marketing Light praktiziert, wird nicht die erhofften differenzierenden Reputationseffekte erzielen. Nur, wenn Sie selbst Inhalte schaffen, werden Sie als Experte wahrgenommen und anerkannt – genauso wie nur der Künstler als Künstler gilt und nicht der Museums- oder Ausstellungskurator.
Abgesehen davon gehen irgendwann die Originalinhalte aus, wenn sich die Mehrzahl auf das Zusammenstellen von Inhalten kapriziert und nichts Neues mehr entsteht.
Der Beitrag ist inspiriert von Joe Pulizzis Blog-Posting Forget Content Curation, Focus on Original Content in 2012 und seinem Fazit: “The real opportunity in 2012 is for YOU to be the source material. You become the media company. With so many curators out there looking for great content to spread, the opportunities for quality, “must-have” industry content has NEVER been more in demand.” Dem ist nichts hinzuzufügen (soviel Content-Kuration sei erlaubt).
Content Marketing ist für IT- und Hightech-Branchen eine ideale Kommunikationsstrategie: Ihre Lösungen, Produkte und Services sind komplex und erklärungsbedürftig. Um sie zu verstehen und ihren wirtschaftlichen Nutzen zu erkennen, müssen potenzielle Kunden und Nutzer schon vor dem Kauf geradezu „ausgebildet“ werden.
Whitepaper, Anwenderberichte und Fachartikel in der Presse, Blogbeiträge oder Präsentationen sind die richtigen Werkzeuge, um ein die Lösungssuche in Gang setzendes Problembewusstsein zu wecken, mit Lösungskompetenz die Suche in die eigene Richtung zu lenken und erklärungsbedürftige Wertangebote klar darzulegen.
Alljährlich stellt sich spätestens um diese Zeit die Frage: Was schenkt man seinen guten Kunden zu Weihnachten? Spenden statt Geschenke ist moralisch vorn, aber nicht sehr originell. Das exklusive Geschenk vom Werbeversender, das Picknick-Paket oder die Weinflasche? Kommt in vielen Unternehmen auf den Geschenkesammeltisch, ist ein Zeichen für Aufmerksamkeit, aber nicht von Empathie.
Das bessere Weihnachtsgeschenk: Literatur, die den Ansprechpartner weiterbringt und etwas abseits vom bekannten Mainstream ist. Natürlich mit Inhalten, die dezent die Zusammenarbeit thematisieren. Für eine Content-Marketing-Agentur mit Beratungskompetenz eignen sich zum Beispiel Bücher wie Business Model Generation von Osterwalder & Pigneur oder Rework von Fried & Hansson für Unternehmer und Geschäftsführer, Inbound Marketing von Halligan & Shah, Content Rules von Handley & Chapman oder Managing Content Marketing von Rose für die Ansprech-Partner im Marketing.
Büchergeschenke demonstrieren alles, was Content Marketing ausmacht: Expertentum, das Interesse, die Motivation, Wissen und Informationen bereitzustellen und Einfühlungsvermögen in die strategischen und taktischen Sorgen der Ansprechpartner.
Eines sollte man allerdings beachten: Gerade unter Unternehmern und Marketing-Praktikern gibt es viele, die nicht lesen (und damit auch kokettieren). Dann doch lieber die Flasche Wein in Päckchen packen.
In ihrer 2012er Content-Marketing-Studie identifizieren die US-Wissenswebsites MarketingProfs und Content Marketing Institut drei Schlüsseltrends:
- Neun von zehn Unternehmen setzen im B2B-Marketing Inhalte ein.
- Die Unternehmen setzen durchschnittlich acht verschiedene Content-Marketing-
Taktiken ein, um ihre Ziele zu erreichen.
- 60 % der Unternehmen wollen ihre Investitionen in Content Marketing 2012 erhöhen.
- 25 & ihres Marketingbudgets fließen in das Content Marketing.
Die Ergebnisse basieren auf einer Umfrage unter 1000 Marketing-Managern im August 2011. Content Marketing definiert die Studie als die Produktion und Verbreitung von informierenden (educational) und/oder unterhaltenden (compelling) Inhalten in verschiedenen Formaten, um Kunden zu gewinnen und zu halten (die frei übersetzten Attribute sind hier vor allem als Gegensatz zu „werbenden“ Inhalten zu verstehen).
Die Grafiken schlüsseln weitere Erkenntnisse aus der Studie auf:
Welche Content-Formate werden eingesetzt?
Bei den Content-Formaten steht immer noch der „klassische“ Artikel ganz vorne, gefolgt von den neuen Formen Social Media und Blogs. Case Studies rangieren auf Platz 5, Whitepaper auf Platz 5. Mobile Inhalte sind erst am unteren Ende der Rangliste auf dem drittletzten Platz zu finden. Ob man die In-Person-Events auf Platz 6 noch als Content definieren würde, sei mal dahingestellt.

Welche Social Media werden im Content Marketing genutzt?
Beim Social-Media-Einsatz liegt in den USA das Trio Twitter (74%), LinkedIn (71 %) und Facebook (70 %) vorne. In Deutschland würde man LinkedIn sicher nicht so weit vorne bringensehen. Google+ kommt erst auf 13 %,, während die Video-Tochter YouTube mit 56 % auf Platz vier liegt.
Welcher Content ist am effektivsten?
Aufschlussreich ist es, wenn man die Format-Nutzung mit ihrer Effektivität vergleicht: Social Media rangieren in den Augen der Befragten ganz am Ende der Effektivitätsskala. In-Person-Events, Webinare und Case Studies liegen an der Spitze der Rangliste. Der Platz vier für Videos zeigt die wachsende Bedeutung dieser Inhaltsform.
Welche Content-Marketing-Herausforderungen sind die höchsten?
Als mit Abstand größte Herausforderung sehen die Content-Marketer die Produktion von Inhalten, die potenzielle und existierende Kunden interessieren, fesseln und für die eigenen Anliegen engagieren. Genügend Inhalte zu produzieren und das Budget dafür sind die nächstgrößeren Herausforderungen.
Eingesetzt wird Content Marketing, um Aufmerksamkeit zu wecken (69 %), Kunden zu akquirieren (68 %), Leads zu generieren (67%).
Best Practices des Content Marketings
Marketing-Manager, die ihr Content Marketing als besonders effektiv ansehen (40%), investieren 32 % ihres Budgets in Inhalte und setzen sie mit einer 50 % höheren Wahrscheinlichkeit synchron zum Beschaffungszyklus ein.
Alle Ergebnisse gelten für das Content Marketing in den USA. Eine ähnliche Umfrage in Deutschland wäre interessant. Den Original-Artikel zur Studie finden Sie hier: 2012 Content Marketing Benchmarks, Budgets, and Trends
Im IT- und High-Tech-Marketing wurden schon immer Inhalte eingesetzt: Referenzstories, Whitepaper, Newsletter etc. gehören seit jeher zum Repertoire der Marketingkommunikation. Aber die Bedeutung von Inhalten in den Such- und Entscheidungsprozessen bei der Beschaffung von IT und Hightech ist stark gestiegen.
Interessenten und Kunden wollen Inhalte
Käufer wollen nicht mehr durch Werbung oder Vertriebsleute angesprochen werden. Sie möchten sich ihre Informationen selbst zusammensuchen und setzen dabei im ersten Schritt auf Internetquellen. In den weiteren Phasen des Beschaffungszyklus vertiefen sie dieses Wissen und sprechen mögliche Lösungsanbieter erst dann an, wenn sie zu deren Bewertung ausreichend Informationen gesammelt haben.
Unternehmen, die in diesem internetbasierenden Such- und Beschaffungsprozess nicht findbar sind oder nicht die richtigen Informationen zum richtigen Zeitpunkt und am richtigen Ort unaufgefordert zur Verfügung stellen, landen nicht auf der Shortlist für die Angebotsanfrage.
Inhalte spielen dabei ein Doppelrolle: Sie machen einen Anbieter durch ausgewählte Schlüsselbegriffe findbar und demonstrieren gleichzeitig seine Lösungskompetenz.
Welche Inhalte sollten im Content Marketing wann an welcher Stelle im Beschaffungsprozess eingesetzt werden. Das Content Grid zeigt es: Inhaltsform und Publikationskanal gegen Prospekt-Ziele und Beschaffungsprozessphase aufgetragen.
Quelle: Eloqua - Content Marketing in a Blink: The Content Grid v2 [Infographic]
Die Ausgangslange ist klar: Sie bieten ein technologisch mehr oder weniger komplexes Produkt oder eine technologiebasierende Dienstleistung an, dessen bzw. deren Wert in der Lösung einer unternehmerischen Herausforderung liegt.
Die „klassische“ Marketingkommunikation versucht Interessenten zu Kunden zu machen, indem sie die Eigenschaften des Produkts schildert, Produktvorteile gegenüber dem Wettbewerber in den Vordergrund stellt und – hoffentlich - den Lösungswert für den Nutzer herausarbeitet.
Content Marketing geht einen anderen Weg. Er beginnt nicht beim Produkt, sondern bei den Herausforderungen, mit denen sich die Unternehmen und die verantwortlich handelnden Personen konfrontiert sehen.
Was ist Content Marketing für IT und Hightech?
Content Marketing bietet Interessenten und Kunden Wissen und Informationen aus dem Umfeld der eigenen IT- und Hightech-Lösungen an, statt diese Lösungen nur darzustellen und anzupreisen.
Content Marketing publiziert anwendungsreifes Wissen aus dem „Lösungsraum“, um das Unternehmen als Ganzes und/oder die wichtigen Ansprechpartner als Experten und als erste Anlaufstelle für Lösungssuchende zu profilieren (Thought Leadership).
Content Marketing setzt Inhalte auch ein, um Interessenten durch das Aufzeigen von Lösungen für offene oder virulente Unternehmensherausforderungen gezielt in den B2B-Beschaffungszyklus zu ziehen und bis zur Kaufentscheidung „gerichtet“ zu begleiten.
Content Marketing nutzt zur Veröffentlichung von Inhalten alle sinnvollen Kanäle: PR, Social Media, Websites und Corporate Media.
Content Marketing konzipiert, schreibt und produziert Websites, Unternehmensmedien, Social-Media-Beiträge und Pressebeiträge nach den Vorbildern von Fachzeitschriften und -publikationen
In der Süddeutschen schreibt Walter Isaacson, Biograph von Steve Jobs, heute über die Basis dessen Genialität (im Gegensatz zur Intelligenz von Bill Gates): "In der Welt der Erfindungen und Innovationen bedeutet das, eine Wertschätzung für die geisteswissenschaftliche Kultur mit einem Verständnis für die Naturwissenschaften zu paaren - man muss Kunstfertigkeit mit Technologie, Poesie mit Prozessoren in Verbindung bringen können. Und eben dies war Steve Jobs Spezialität".
Das Zusammenbringen von Geisteswissenschaft und Technologie ist auch die Basis für die Produktion von Inhalten für das Content Marketing in der IT und in Hightech-Branchen - auch wenn nicht jede Case Study, jedes Whitepaper oder jede Website gleich iPad-Potenzial hat.
Ein in jeder Hinsicht „schönes“ Buch: Business Model Generation von Alexander Osterwalder und Yves Pigneur. Die beiden Autoren schildern illustrativ – und das ist wörtlich gemeint –, wie sich Geschäftsmodelle mit diesen acht Grundelementen designen lassen:
- Kundensegmente (Customer Segments, CS)
- Wertangebot (Value Proposition, VP)
- Kanäle (Channels, CH)
- Kundenbeziehungen (Customer Relationships)
- Einnahmequellen (Revenue Streams, R$)
- Schlüsselressourcen (Key Resources, KR)
- Schlüsselaktivitäten (Key Activities, KA)
- Schlüsselpartnerschaften (Key Partnerships, KP)
- Kostenstruktur (Cost Structure, C$).
David Meermann Scott, seit seinem Buch „The New Rules of Marketing & PR“ einer der weitgehörtesten Web-Marketing-Gurus, hat mit „News Jacking“ letzte Woche einen neuen Ratgeber veröffentlicht: Diesmal erläutert er, wie Unternehmen sich an aktuelle Nachrichten anhängen und deren zweiten Absatz kapern können.
Sein News-Jacking-Szenario: Nach einen nachrichtenwürdigen Ereignis suchen Redakteure fieberhaft im Web nach Hintergrundinformationen. Veröffentlichen Unternehmen in diesem Augenblick Informationen über Websites, Blogs, Social-Media-Seiten etc, die etwas zum Nachrichten-Wert beitragen, haben sie gute Chancen, dass der Redakteur diese Informationen findet und das Unternehmen mit seiner Botschaft in der Veröffentlichung erwähnt wird.
Auf dem Kongress „Deutsch in den Wissenschaften“ wurde – natürlich – beklagt, dass das Deutsche mit seinen Fähigkeiten vom Englischen in den Wissenschaften und im Business sowieso verdrängt wird. Dabei gingen so ausdrucksstarke und bedeutungsformende deutsche Sprachinstrumente wie die Vorsilbe, die vielen reflexiven Verben, das Neutrum oder die Neubildung von Substantiven verloren. Das stimmt. Aber mit Englisch als Lingua franca wird man sich zu Gunsten einer globalisierten Kommunikation abfinden müssen.
Nicht abfinden muss man sich damit, dass in deutschen Übersetzungen aus dem Englischen diese Instrumente ebenfalls fehlen. Unternehmenstexte internationaler Technologieunternehmen, etwa Blogbeiträge, Whitepapers, Referenzberichte oder Pressemeldungen werden strikt entlang des Englischen übersetzt, ohne die Möglichkeiten des Deutschen zu nutzen. Das Ergebnis sind zwar halbwegs verständliche, grammatisch korrekte, aber für deutsche Leser unschöne und stillose Texte, die zeigen, dass das Engagement für den deutschen Markt dann doch Budget-begrenzt ist.
Vor allem für das Übersetzen – besser: für das Lokalisieren – von Texten mit technischen Themen gilt, dass der Übersetzer sich erstens mit dieser Technik auskennen muss, um Sprache und Wortwahl der technischen Community zu treffen, und zweitens eben das gesamte Instrumentarium des Deutschen beherrschen sollte.
Zu diesem Thema auch der aktuelle MarketingProfs-Artikel:
Three Caveats for Multicultural Marketing,