Blogs seien nichts für Unternehmen. Das ist der Tenor einer Untersuchung der amerikanischen PR-Agentur Makovsky & Company, die der ECIN-Newsletter zitiert. Nur fünf Prozent der befragten Manager aus den 1000 größten US-Unternehmen glauben, dass Business-Blogs als professionelle Kommunikationsinstrumente taugen. Weitere Ergebnisse der Umfrage gehen in eine ähnliche Richtung.
Diese Skepsis entsteht aus einem Mangel an funktionierenden Konzepten für den professionellen Blog-Einsatz. Wenn über Business-Blogs nachgedacht wird, bleiben die Kommunikatoren zur sehr der „Blogosphäre“ und den dortigen Blog-Vorbildern verhaftet. Weder die Blogosphäre, noch traditionelle Blogs sind jedoch die richtigen Inspirationsquellen bzw. Blaupausen für Business-Blogs – sie agieren in einer anderen Öffentlichkeit und mit anderen Zielsetzungen.
Entkleiden wir Weblogs vom „blogosphärischen“ Drumherum, bleibt ein wunderbar einfaches, sehr schnelles, chronologisches Publikationswerkzeug, das sich hervorragend für die Unternehmens- und Marketingkommunikation einsetzen lässt und dessen Kosten gegen Null tendieren. Parallel zu einer Website eingesetzt, eignet es sich zum Beispiel bestens, um Themenfelder zu besetzen, auf denen das bloggende Unternehmen unterwegs ist.
Publizistik Projekte betreibt etwa das Unified-Messaging-Blog für einen Anbieter von Kommunikationslösungen, das CRM-Blog für einen Anbieter von CRM-Lösungen, das Integration-Blog und das Development-Blog für einen Hersteller von Werkzeugen für die Software-Entwicklung und -Integration. Hinzu kommen weitere Blogs zu den Themen RFID, Handel und Fertigungsindustrie.
Ereichtes Ziel all dieser Blogs: Die Herausgeber präsentieren produktunabhängiges Wissen und demonstrieren damit Kompetenz auf ihren Lösungsfeldern (statt sie nur zu behaupten). Weiterentwickelt ist dieses Blog-zentrierte „Content Marketing“ im E-Lead-Konzept, mit dem Unternehmen im Austausch gegen besonders wertvolles Wissen Kontaktdaten von Interessente gewinnen.
Alle Unternehmen, für die Publizistik Projekte Business-Blogs betreibt, sind mit den Ergebnissen hochzufrieden, empfehlen die Konzepte weiter und wollen die Möglichkeiten, die sich damit eröffnen, nicht missen.
Und noch ein Nachtrag zur Ausgangsmeldung: Die 1000 größten Unternehmen sind für eine Blog-Umfrage wahrscheinlich die falschen Ansprechpartner. Denn von Business-Blogs profitieren besonders kleine und mittelständische Unternehmen, die sich in klar definierten Märkten bewegen und sich dort mit den Online-Journalen zu überschaubaren Kosten als Kompetenzführer und Experten profilieren.