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24.11.11

Ich baue mir ein Geschäftsmodell - Über "Business Model Generation, das Handbuch für Visionäre, Spielveränderer und Herausforderer"

Ein in jeder Hinsicht „schönes“ Buch: Business Model Generation von Alexander Osterwalder und Yves Pigneur. Die beiden Autoren schildern illustrativ – und das ist wörtlich gemeint –, wie sich Geschäftsmodelle mit diesen acht Grundelementen designen lassen:

- Kundensegmente (Customer Segments, CS)
- Wertangebot (Value Proposition, VP)
- Kanäle (Channels, CH)
- Kundenbeziehungen (Customer Relationships)
- Einnahmequellen (Revenue Streams, R$)
- Schlüsselressourcen (Key Resources, KR)
- Schlüsselaktivitäten (Key Activities, KA)
- Schlüsselpartnerschaften (Key Partnerships, KP)
- Kostenstruktur (Cost Structure, C$).

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21.11.11

Nachrichten kapern – „News Jacking“, das neue Buch von David Meermann Scott

David Meermann Scott, seit seinem Buch „The New Rules of Marketing & PR“ einer der weitgehörtesten Web-Marketing-Gurus, hat mit „News Jacking“ letzte Woche einen neuen Ratgeber veröffentlicht: Diesmal erläutert er, wie Unternehmen sich an aktuelle Nachrichten anhängen und deren zweiten Absatz kapern können.

Sein News-Jacking-Szenario: Nach einen nachrichtenwürdigen Ereignis suchen Redakteure fieberhaft im Web nach Hintergrundinformationen. Veröffentlichen Unternehmen in diesem Augenblick Informationen über Websites, Blogs, Social-Media-Seiten etc, die etwas zum Nachrichten-Wert beitragen, haben sie gute Chancen, dass der Redakteur diese Informationen findet und das Unternehmen mit seiner Botschaft in der Veröffentlichung erwähnt wird.

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26.09.10

Manager Magazin, FAS: Techniker gewinnen, mit Technik wachsen

Das aktuelle Manager Magazin stellt Studie zu deutschen Weltmarktführern vor. Einer der Erfolgsfaktoren: Die Chefs sind eher Techniker als (wie in angelsächsisch geführten Unternehmen) MBA- oder BWL-Generalisten. Die FAS erläutert wie sich Deutschland mit dem entstehenden der Technischen Hochschulen Ende des 19. Jahrhunderts zu führenden Technologie-Region entwickelt hat.

Das ist die technische Basis, auf der die deutsche Wirtschaft heute antizyklisch über 3 Prozent wächst. Noch wichtiger: Diese Erkenntnisse umreißen die wichtigen Hausaufgaben, die zu erledigen sind, um weiter vorne zu bleiben: Investitionen in innovationenbringende Bildung.

24.11.09

Echtzeit-Multitasking vs. ungleichzeitiges Multitasking

Man sollte unterscheiden zwischen Echtzeit-Multitasking und ungleichzeitigem Multitasking. Echtzeit-Multitasking, gleichzeitig Telefonieren, E-Mail lesen und skypen z. B., ist das nach Schirrmacher und anderen schädliche Multitasking (obwohl ich glaube, auch das ist zum Teil trainierbar). Ungleichzeitiges Multitasking - das verfolgen mehrer parallel laufender Projekte, ohne dass man sich zu einem bestimmten Zeitpunkt gleichzeitig um sie kümmern - ist heute ein Muss (ich lebe davon) und mit den Mitteln des Internets auch möglich. Zu Kunst dieser Art des Multitasking gehört eben auch, sich zu einem Zeitpunkt konzentriert nur einem Projekt zu widmen und die anderen in dieser Zeit auszublenden. Es erfordert einen frequenten Perspektivwechsel zwischen "Übersichtsmodus" mit der Fähigkeit zu erkennen, welche von den immer zu vielen Aufgaben jetzt nach Wichtigkeits- und Dringlichkeitskriterien anzugehen ist, und dem "Zoommodus" mit der Fähigkeit, sich auf "Kommando" in eine Aufgabe zu vertiefen.

22.11.09

Das Internet-Hirn: trainiert oder degeniert.

Schirrmacher Lektüre: Das Hirn Internet nutzender Menschen ändert sich durch Informationsüberfluss, Multitasking und die Übernahme kognitiver Fähigkeiten, legt Schirrmacher und mit ihm schon einige vorher recht überzeugend dar. Aber ändert es sich tatsächlich in die falsche Richtung, wie er behauptet und Untersuchungen abnehmender Lese- und Konzentrationsfähigkeit nahelegen? Man könnte umgekehrt argumentieren, dass Menschen, insbesondere Wissensarbeiter, heute durch das Internet Dinge leisten können, die vorher kognitiv schlichtweg nicht möglich waren.

Sie sind dazu fähig, weil das Internet unendliches Wissen und Werkzeuge zur Verfügung stellt und gleichzeitig das Hirn trainiert, damit umzugehen. Um die gleiche Leistung zu produzieren, wie dies heute Wissenarbeiter z. B. als Freiberufler mit einem lockeren Netzwerk alleine hinbekommen, wären noch vor zehn Jahren zehn Mitarbeiter und ein komplettes Büro notwendig gewesen.

01.10.09

Das wichtigste aus 33 Sofortmaßnahmen gegen die Krise von Herbert Simon

Die aktuelle Krise ist eine Absatz-, keine Kostenkrise. Deshalb alle Ressourcen in den Vertrieb - auch die, die wegen der Krise gerade Brach liegen - und hier keine Kosten sparen. Preise möglichst wenig senken: eine geringere Absatzmenge schmälert den Gewinn weniger als eine gesenkter Preis.

27.01.09

Erfolg: 10.000 Stunden und das Schwungrad

Malcom Gladwell untersucht in seinem neuen Buch "U?berflieger" die Bedingungen individuellen Erfolgs. Neben biographischen und demographischen Glu?cks sowie einem guten Elternhaus ist eine wesentliche Bedingung, dass der Erfolgreiche 10.000 Stunden seinem Metier durch Ausbildung und Training gelernt hat.

Etwas a?hnliches hat Jim Collins in "Der Weg zu den Besten" fu?r Unternehmen herausgefunden. Er nennt diese Phase das Schwungrad. Es beginnt sich langsam zu drehen, wird immer schneller bis zum Take-off des Unternehmen.

Bei angeblichen U?berfliegern wird oft vergessen, dass sie 10.000 Stunden fu?r ihren Erfolg gearbeitet haben, der Take-off von Unternehmen kommt fu?r die O?ffentlichkeit scheinbar aus dem nichts, weil sich das Schwungrad Jahre lang im verborgenen gedreht hat.

Es wa?re interessant zu untersuche, ob es universelle Erfolgsprinzipien fu?r Individuen, Unternehmen oder Organisationen und Gesellschaften, Volkswirtschaften oder Staaten gibt. Wie die 10.000 Stunden und das Schwungrad.

25.01.09

Spuren statt Staub: Ärgerliches Buches, obwohl alles stimmt

Im Buch "Spuren statt Staub - Wie Wirtschaft Sinn macht" von Anja Förster und Peter Kreutz steht nichts als die Wahrheit, und trotzdem ist es wahrhaft ärgerlich. Denn alles ist so wahr wie alt bekannt. Wahrscheinlich steckt nicht eine neue Idee im Buch: Über Visionen, Leidenschaft, Werte, Emotionen usw. im Business hat man schon alles gelesen - schon vor langen Jahren z. B. bei Peter Drucker. Und wenn man Business-Weisheiten wie in "Spuren statt Staub" in einer plakativen Sprache lesen möchte, dann greift man auch schon länger zu Tom Peters (und das passen die neue Weisheiten auch besser zum Stil). Nicht verwunderlich, dass die meisten klugen Gedanken in den zahlreichen Zitaten stecken, die beiden Autoren in rauen Mengen liefern.

Ein Ehrenpunkt für das Buch: die Praxisbeispiel über "Sinn in der Wirtschaft" sind klasse gewählt: Am besten die Geschichte von der Porsche-Veranstaltung, in der ein Helfer sich weigert einen Bierdeckel unter einen wackelnden Tisch zu legen. Und mit den Worten "Bei Porsche wird nicht mit Bierdecken gearbietet" seinen Werkzeugkoffer holt.

09.10.07

Business-Literatur

"Wer Drucker liest, benötigt nicht mehr viel andere Literatur über Management." Aus einer Kritik von "Alles über Management" von Peter Drucker im Handelsblatt. Vielleicht noch Fredmund Malik (Führen, Leisten, Leben), Jim Collins (Der Weg zu den Besten) und Hermann Simons (Hidden Champions des 21. Jahrhundert). Und Aktuelles, zurzeit etwa "The Long Tail" von Chris Anderson, "Wikinomics" von Don Tapscott und Anthony Williams oder "Zukunft machen" von Matthias Horx und anderen.

07.08.07

Jim Collins: Der Weg zu den Besten

Endlich gelesen, der Klassiker der Kernkompetenz von Jim Collins "Der Weg zu den Besten". Tatsächlich auch sechs Jahre nach seinem erscheinen aktuell und lesenswert. Und die drei Fragen zur Kernkompetenz (die drei Kreise des Igel-Prinzips) sollte man immer mal wieder nachlesen:

Was ist unsere wahre Passion? Worin können wir die besten werden? Was ist unser wirtschaftlicher Motor?

Vielleicht nicht weniger wichtig: Erfolgreiche Unternehmen suchen sich erst die richtigen Leute und feuern die falschen. Erst dann reden sie über Strategien, Business-Pläne etc., die sie mit diesen Leuten umsetzen wollen. "Erst wer, dann was".

Das Buch lässt sich übrigens als "coachender" Ratgeber und als Management-Ratgeber lesen.

Bei der Gelegenheit: die FAZ portraitiert zurzeit einige Management-Gurus.